Dienstag, 14. Oktober 2014

Warten können

Warten können ist eine Kunst.
Bis Müde Kraft haben. Bis Sprachlose
Worte finden.
Bis Mutlose Selbstvertrauen haben.
Bis Streitende sich versöhnen.
Bis Selbstgerechte einsichtig werden.
Bis Irrende umkehren.
Bis Suchende den Weg finden.
Bis Fremde sich vertrauen.
Bis Unglückliche glücklich werden.
Bis Traurige wieder lachen können.
Bis Verzweifelte Hoffnung schöpfen.
Warten können ist eine Kunst.

Udo Hahn




Unerreichbar

Ich sehe dich,
doch du siehst mich nicht.

Ich stehe vor dir,
doch du bemerkst mich nicht.

Ich schaue dich an,
doch du erwiderst meine Blicke nicht.

Ich rede mit dir,
doch du hörst mich nicht.

Ich berühre dich sanft,
doch du spürst es nicht.

Ich sterbe vor Sehnsucht nach dir
und möchte es dir zeigen,
doch du bist so fremd...
...und unerreichbar!

Unbekannt




Montag, 13. Oktober 2014

Danken

Danken heißt sich an das erinnern,
was andere für dich taten.

Es gab Arme,
die dich trugen,
bevor du laufen konntest.

Es gab eine Hand, die dich streichelte,
einen Mund, der dich küsste,
ein Brot, das für dich gebacken wurde.

Der Dankbare zeigt,
dass sein Herz ein gutes Gedächtnis hat.

Menschen waren gut zu mir.
Sie sorgten für mich, als ich klein war.
Sie begleiteten mich, als ich größer wurde.
Sie machten mir Mut, als es mir schlecht ging.
Sie waren froh, weil ich froh war.
Mein Herz vergisst das nicht.

Das Gedächtnis des Herzens heißt Dankbarkeit.

Phil Bosmans




Falsche Behauptung

Du unterstellst mir
hab dich belogen,
ein falsches Spiel mit dir getrieben.

Kennst du mich?
Nein!

Doch du maßt dir an
mich zu kennen.
Und wenn es so wäre
würdest du mir dies nicht unterstellen.

Karin Thießen






Sonntag, 12. Oktober 2014

Wenn die Zeit vergeht

Wenn die Zeit vergeht
werden die Blumen wieder wachsen
die Menschen wieder lachen
Leben werden gelebt
auf Sonnenschein folgt Regen
Leute kommen und gehen
und hinterlassen einander Spuren im Leben
genau wie Du es getan hast
die Welt hat sch verändert,
als Du geboren wurdest
und obwohl sie sich wieder verändert hat, als Du gingst
kann Nichts jemals Deine Spuren verwischen
und der Eindruck,
den Du in den Leben Anderer hinterlassen hast
wird niemals vergessen werden.

Wenn die Zeit vergeht
wird Dein Licht so wie immer scheinen
und Deiner wird sich immerfort erinnert werden.

Unbekannt




Abschied zulassen

Vielleicht bedeutet Freundschaft auch zu lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt,
nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Wege stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die,
die wir lieben.

Unbekannt




Samstag, 11. Oktober 2014

Tränen

Tränen... so helfend
Tränen... so heilend
Tränen... so belebend
... wenn man sie hat.

Tränen... ersticken
Tränen... bedrücken
Tränen... besiegen
... wenn man sie nicht weinen kann.

Unbekannt



Neubeginn

Jeder Abschied bedeutet, sich für Neues zu öffnen.
Ich muss loslassen, um für Neues frei zu sein.
Ich muss loslassen, um mich auf Neues einlassen zu können.
Immer wieder, im Leben so häufig nehme ich Abschied, werde wehmütig.

Erst wenn ich eine schöne Zeit, etwas Schönes,
einen geliebten Menschen losgelassen habe, fühle ich mich leichter.
Erst dann erkenne ich, dass loslassen bedeutet,
sich auf etwas Neues freuen zu können.
Loslassen bedeutet Neubeginn.

Petra Timm-Bortz




Freitag, 10. Oktober 2014

Tiefen

Tiefe Freundschaft entsteht meist erst
mit gemeinsam durchlebten Tiefen.



Unbekannt




Verändern

Du bist unzufrieden mit dir.
Dein Beruf füllt dich nicht aus.
Du fühlst dich nicht verstanden.
Ändere, was du kannst.
Dulde, was sich nicht ändern lässt.
Entscheide dich in jeder Situation
für das Richtige.
Heute einen neuen Anfang wagen.
Offen ansprechen, was dich bedrückt.
Einstehen für das, was dir wichtig ist.
Widerstehen gegen das, was du nicht willst.

Udo Hahn




Donnerstag, 9. Oktober 2014

Band des Vertrauens

Manchmal erwächst aus einer zufälligen Begegnung eine Freundschaft,
eine kostbare Verbindung,
die uns vielleicht ein Leben lang begleitet und bereichert.
Ein Glücksfall ist das, wenn eine solche Brücke zwischen zwei Menschen,
zwischen zwei Seelen entsteht.
Freundschaft ist etwas Beständiges und Tiefgehendes.

Im wechselseitigen Geben und Nehmen entsteht ein festes Band des Vertrauens,
das so leicht nichts trennen kann.

Unbekannt




Ein Stückchen Paradies

Es liegt ein Stückchen Paradies
in jedem Lächeln,
in jedem guten Wort,
in jeder freundlichen Geste,
in jeder helfenden Tat.

Es liegt ein Stückchen Paradies
in jedem Herzen...

Phil Bosmans




Mittwoch, 8. Oktober 2014

Was ist Freundschaft

Wann hat man eine Freundschaft,
ist miteinander befreundet?

Was macht eine Freundschaft aus?
Ist es das Vertrauen in den anderen?
Ist es die gegenseitige Ehrlichkeit,
Offenheit dem anderen gegenüber?

Ist es die Freude, dass es den anderen einfach gibt?
Ist es das Wissen, da ist jemand für einen da,
und auch man selber ist für diesen Jemand da?
Ist es das Wissen, da ist jemand,
der einen mag, und den man selber mag?

Ist es die Freude, den anderen zu sehen,
wann immer es sich einrichten lässt? 
 Ist es das Teilen der Freude
über etwas Schönes mit dem anderen?

Ist es das Teilen des Schmerzes
über etwas Trauriges mit dem anderen?
Ist es das Mitteilen können
gegenüber dem anderen?

Ist es das Zuhören können beim anderen?
Ist es einfach das gegenseitige Geben und Nehmen,
ohne nach dem Preis zu fragen,
ohne überhaupt Fragen zu stellen?

Freundschaft, oft glaubt man nur,
sie zu haben, und stellt dann fest,
es ist im Grunde doch nur eine Bekanntschaft.

Ab wann ist unsere Bekanntschaft eine Freundschaft?

Unbekannt




Sinn des Lebens

Ohne das Gefühl, je wirklich glücklich gewesen zu sein, zog ich mich in das stille, dunkle Leben zurück, um den Sinn zu erfahren, was der gerade bestehende Umstand meines Körpers, der sich Leben nennt, ist!

Und egal was mich von meinem Weg abbringt, ich finde immer wieder zurück, in mein dunkles Dasein! In mein eigenes kleines Reich, das ich in mir selbst aufgebaut habe. Nur wenigen gewähre ich etwas Einsicht in diese Welt, nur denen, die mich verstehen. Die anderen werden ausgesperrt.

Doch den Sinn des Lebens habe ich noch nicht gefunden, ich kann ihn nicht mal erahnen. Zuviel Schmerz erfährt man, zuviel Enttäuschung, also kann es keinen wirklich guten Grund geben. Aber eines Tages werde ich erlöst sein, von dem weltlichen Leben, das scheinbar ohne Grund ist. Dann wird das Reich was in mir ist real sein, und nicht mehr nur in meiner Phantasie bestehen.

Es gibt Momente, da scheint doch etwas Hoffnung in dieser sonst so hoffnungslosen Existenz. Und für diese Momente zahlt es sich aus, nicht aufzugeben und weiterhin auf der Erde zu wandeln.

Ist also der Grund des Lebens, immer darauf zu warten, daß sich alles einmal bessert?

Sigrid

Dienstag, 7. Oktober 2014

Zeitverschwendung

Dass es so vielen Menschen schwer fällt,
von einem stehengebliebenen Zug abzuspringen!

Sie hoffen endlos,
dass der Zug sich wieder in Bewegung setzen wird,
anstatt sich selbst in Bewegung zu setzen
- sie verhoffen ihre Zeit.

Hans Kruppa



Vernichtung

Ein alter chinesischer Kaiser hatte vor,
das Land seiner Feinde zu erobern und sie alle zu vernichten.
Später sah man ihn mit seinen Feinden speisen und scherzen.
"Wolltest du nicht deine Feinde vernichten?" fragte man ihn verwundert.

Der Kaiser antwortete:
"Ich habe sie vernichtet.
Ich machte sie zu meinen Freunden."

Unbekannt 




Montag, 6. Oktober 2014

Lächeln

Heute ein Lächeln verschenken.
Gut angelegte Investition
mit geringem Aufwand.
Du wirst sehen, es kommt zu dir zurück.
Ohne Lächeln ist das Leben ärmer.
Jeder kann es sich leisten.
Niemand kann darauf verzichten.
Die wichtigsten Dinge lernt man erst schätzen,
wenn sie fehlen:
Essen und Trinken.
Luft und Licht.
Und ein Lächeln.

Udo Hahn




Kostbare Erinnerung

"Mögest du dankbar bewahren in deinem Herzen die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben."

Die Zeiten unseres Lebens haben ihren eigenen unverwechselbaren Rhythmus. Es wiegt sich in den Zeiten der Natur von Werden und Vergehen. Es unterliegt den Gezeiten von Ebbe und Flut, von Hell und Dunkel, von tag und Nacht. Frühling, Sommer, Herbst und Winter - Jahreszeiten, die uns aufnehmen, festhalten und wieder freigeben.

Alles Leben unter dem Himmel hat seine Zeit und seine Stunde. Immer wieder leuchtet die Sonne und bläst der Wind. Und der grüne Wald nimmt unsere Schritte auf, und die gute Erde gibt uns Nahrung. Wir staunen über das Geheimnis des Lebens. Segen entfaltet sich über unserem Leben, wenn wir die kostbare Erinnerung der guten Dinge unseres Lebens in unserem Herzen bewahren.

Jeder von uns kann im Rückblick eine Fülle guter Erlebnisse entdecken. Neben all den sicherlich auch schweren Erfahrungen, von denen wir nicht verschont blieben, sind es die hellen Stunden und Tage gewesen, die uns das Leben lebens- und liebenswert machten. Eine der wichtigsten Erinnerungen ist die an Menschen, die uns das Leben ermöglicht haben, die uns mit Liebe und Sorge begleitet haben. Wir werden sie nie vergessen, die Eltern, die Familie, die Zeiten im Kreis von Menschen, die wir und die uns geliebt haben. Kostbare Erinnerungen, die zu unserem Leben gehören.

Peter Helbich




Sonntag, 5. Oktober 2014

Stärke

Nun sitze ich hier, ich weine wie ein kleines Kind.
Übermannt von meinen Gefühlen, Gefühle für Dich.

Der Sehnsucht danach, Dir nah zu sein.
Und der Gewissheit, dass es diese Nähe nicht geben wird.

Wo ist meine Stärke, auf die ich sonst so stolz war?
Wieso lässt sie mich nur jetzt in Stich?

Es wird so schnell gehen, wie es gekommen ist.
Ich weiß es. So war es immer.

Und ich werde wieder stark sein.

Unbekannt




Steine im Weg

Es sieht nicht mühevoll aus wie er dahinfließt.
Nun lege einen großen Stein ins Flussbett.
Der Fluss versucht nicht den Berg zu erklimmen,
nein er fließt mühelos um den Stein herum.

Bei uns Menschen ist das leider anders.
Wenn uns ein Stein in den Weg gelegt wird
hacken wir kräftig darauf rum.

Wäre es nicht einfacher ihn zu betrachten, und dann weiterzugehen?

Unbekannt




Samstag, 4. Oktober 2014

Einfach sein

Einfach sein was ich bin
glücklich oder traurig,
ängstlich oder zornig.

Einfach sein was ich bin,
nicht mehr sein,
nicht weniger sein.

Einfach sein.

Nuith



Zeit bewahren

Wer täglich die Zeit
totzuschlagen versucht,
darf sich nicht wundern,
wenn sie knapp wird.
Wer Zeit verschwendet,
beraubt sich selbst.
Zeit ist ein so kostbares Gut,
dass niemand sie für Geld kaufen kann.
Mit der Zeit lässt sich alles machen,
nur die Zeit kann niemand machen.
Die Zeit läuft,
und wir laufen mit.
Weise ist, wer die Zeit versteht:
als Gabe und Aufgabe.

Udo Hahn





Freitag, 3. Oktober 2014

Unsere Welt braucht Menschen

Trotz der 6 Milliarden:
viel zu wenig Menschen
Unsere Welt braucht Menschen,
deren Ja ein Ja
und deren Nein ein Nein ist.

Unsere Welt braucht Menschen,
die ein offenes Wort riskieren,
wenn anderen ein Unrecht geschieht...

Trotz der 6 Milliarden Menschen
viel zu wenig Menschen.

Unsere Welt braucht Menschen,
damit die Zukunft menschlicher wird.

Wir brauchen Menschen,
die nicht immer sagen,
die anderen sollen was tun.

Lasst uns anfangen,
Menschen zu sein!

Unbekannt



Bild

Das wahre Bild vom Menschen
kann nur die Liebe zeichnen.
Die Liebe sagt:
Kein Mensch darf verurteilt werden,
jeder Mensch ist der Liebe wert.

Phil Bosmans




Donnerstag, 2. Oktober 2014

Wahre Freundschaft

Wahre Freundschaft überwindet Raum und Zeit
und vermittelt uns ein Gefühl von Einheit,
die ewig währt.

Freunde übersehen die Dinge,
die uns an uns selbst stören und schaffen es,
uns trotzdem zu mögen.

Unbekannt



Böses bekämpfen

Wir müssen lernen, das Böse zu bekämpfen,
ohne jemanden Böses zu tun.

Phil Bosmans





Mittwoch, 1. Oktober 2014

Ich danke allen...

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues. 

 Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben! Danke.

Paul Coelho



Gedanken, Gedichte und Geschichten

Lyrikzeit, das Blog,
in dem nun Gedanken, Gedichte und Geschichten
zu finden sind.

Jeder ist eingeladen zu stöbern
und seinen eigenen Gedanken nachzuhängen...

Nemesis